Kategorie: Informationssicherheit

  • LaSuite: Frankreichs unabhängige Alternative zu Microsoft 365

    LaSuite: Frankreichs unabhängige Alternative zu Microsoft 365

    Frankreich ersetzt Teams und Zoom bis 2027 mit LaSuite durch eigene Lösungen – und zeigt Europa, wie digitale Souveränität im öffentlichen Sektor funktionieren kann. Am 27. Januar 2026 verkündete die französische Regierung offiziell den Ausstieg aus US-amerikanischen Videokonferenzlösungen. Mit „LaSuite Numérique“ hat die DINUM (Direction Interministérielle du Numérique) eine vollständig souveräne Alternative geschaffen, die bereits 500.000 Beschäftigte monatlich nutzen. Für deutsche Behörden und Unternehmen bietet dies wertvolle Erkenntnisse – und konkrete Kooperationsmöglichkeiten.

    Was ist LaSuite und wer steht dahinter?

    LaSuite Numérique ist Frankreichs souveräne Digital-Workplace-Plattform für den öffentlichen Dienst. Die DINUM – direkt dem Premierminister unterstellt – entwickelt und betreibt die Suite als Open-Source-Lösung unter MIT-Lizenz. Das Ziel: Eine gleichwertige Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace, bei der alle Daten ausschließlich in Frankreich auf SecNumCloud-zertifizierter Infrastruktur gespeichert werden.

    Die Suite umfasst sieben Kernkomponenten: Tchap für verschlüsseltes Messaging (600.000 Nutzer, basierend auf dem Matrix-Protokoll), Visio für Videokonferenzen, Docs für kollaboratives Schreiben, Fichiers als Cloud-Speicher, Grist als No-Code-Datenbank, France Transfert für große Dateien und einen KI-Assistenten auf Basis von Mistral AI. Seit Juli 2025 ist Tchap für alle Ministerien verpflichtend – ein deutliches Signal der strategischen Priorisierung.

    LaSuite Visio

    LaSuite Visio im Detail: Videokonferenzen ohne Kompromisse

    Die Videokonferenzlösung Visio bildet das Herzstück der aktuellen Offensive. Anders als oft angenommen basiert sie nicht auf Jitsi, sondern auf LiveKit – einer modernen WebRTC-Plattform mit starker Skalierbarkeit. Technisch unterstützt Visio bis zu 150 Teilnehmer, HD-Video, Bildschirmfreigabe, Chat und Aufzeichnung. Besonders hervorzuheben: Die KI-gestützte automatische Transkription mit Sprechererkennung (entwickelt vom französischen Startup Pyannote) und ab Sommer 2026 Echtzeit-Untertitel durch das KI-Labor Kyutai.

    Das Hosting erfolgt auf Infrastruktur von 3DS Outscale (Dassault Systèmes-Tochter) mit SecNumCloud-Zertifizierung – dem höchsten französischen Cloud-Sicherheitsstandard. Externe Teilnehmer können über einen Link beitreten, ohne Konto oder Installation. Aktuell nutzen 40.000-50.000 Beschäftigte Visio regelmäßig; bis Ende Q1 2026 sollen es 200.000 sein.

    Parallel existiert „Webinaire de l’État“ auf BigBlueButton-Basis für größere Veranstaltungen mit bis zu 350 Teilnehmern, Breakout-Rooms und Whiteboards – Funktionen, die Visio derzeit noch entwickelt.

    Warum Frankreich Microsoft den Rücken kehrt

    Der Hintergrund des Ausstiegs ist nicht nur technischer, sondern rechtlicher Natur. Im Juni 2025 sagte der Rechtsdirektor von Microsoft Frankreich vor dem französischen Senat unter Eid aus, er könne nicht garantieren, dass französische Bürgerdaten niemals ohne französische Genehmigung an US-Behörden übermittelt würden. Der US CLOUD Act verpflichtet amerikanische Unternehmen zur Datenherausgabe – unabhängig vom physischen Speicherort.

    Diese Aussage bestätigt, was Datenschützer seit Schrems II (2020) betonen: US-Cloud-Dienste können strukturell keine vollständige DSGVO-Konformität gewährleisten. Das EU-US Data Privacy Framework bietet zwar derzeit eine Rechtsgrundlage, basiert aber auf einer US-Exekutivanordnung, die jederzeit widerrufen werden kann.

    LaSuite eliminiert dieses Risiko vollständig: Alle Daten unterliegen ausschließlich französischem und EU-Recht. Die geschätzten Einsparungen: 1 Million Euro jährlich pro 100.000 Nutzer durch wegfallende Lizenzkosten.


    Einschub für Datenschutzbeauftragte und ISBs

    Compliance-Vorteile von LaSuite:

    • SecNumCloud-Zertifizierung mit über 350 technischen und rechtlichen Anforderungen
    • Immunität gegen US CLOUD Act, FISA 702 und andere extraterritoriale Gesetze
    • Keine Drittlandübermittlung – vollständige DSGVO-Konformität by Design
    • Transparente Open-Source-Codebasis (MIT-Lizenz)

    Schrems II-Relevanz: Während US-Dienste auf das fragile EU-US Data Privacy Framework angewiesen sind (Schrems III-Klage angekündigt), ist LaSuite von dieser Problematik vollständig entkoppelt.

    Einschränkungen: Noch keine HDS-Zertifizierung für Gesundheitsdaten; nicht für VS-NfD klassifizierte Inhalte freigegeben.


    Was bedeutet der Ansatz von LaSuite für Deutschland?

    Deutschland verfolgt mit openDesk einen parallelen Ansatz. Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) hat mit €45 Millionen Budget eine Suite entwickelt, die Nextcloud, Collabora, Open-Xchange, Element, Jitsi und OpenProject integriert. Stand September 2025 sind bereits 80.000 Arbeitsplätze migriert – darunter 60.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg und die Bundeswehr (7-Jahres-Vertrag mit BWI).

    Entscheidend: Deutschland und Frankreich kooperieren seit Februar 2024 in einem trilateralen Abkommen (mit den Niederlanden seit Dezember 2024). In gemeinsamen „100-Tage-Challenges“ entwickeln DINUM und ZenDiS Features wie die Docs/Notes-Komponente. Schleswig-Holstein hat bereits 40.000 E-Mail-Konten von Microsoft Exchange auf Open-Xchange migriert.

    Für deutsche Behörden ergeben sich zwei Optionen: Der Einsatz von openDesk mit seiner Nextcloud-Basis – oder perspektivisch die Nutzung interoperabler Module aus LaSuite. Die europäische Dimension wurde beim ersten EU-Gipfel zur Digitalen Souveränität im November 2025 in Berlin unterstrichen, bei dem ein EDIC (European Digital Infrastructure Consortium) für digitale Commons angekündigt wurde.

    Relevanz des LaSuite Ansatzes für Privatunternehmen

    Auch außerhalb des öffentlichen Sektors wächst das Interesse an souveränen Lösungen. 61% der westeuropäischen CIOs planen laut Gartner, Workloads zu lokalen Anbietern zu verlagern. Nextcloud (deutsches Unternehmen, mitarbeitereigen) verzeichnet eine Verdreifachung der Nachfrage und investiert mit „Sovereignty 2030″ €250 Millionen.

    Praktische Alternativen für Unternehmen umfassen:

    Sie nutzen Microsoft 365? Dann schauen Sie sich auch unsere M365 Compliance Radar & Auditor für Datenschutz, Betriebsrat an und erhalten Sie regelmäßige Updates zu allen relevanten Aktivitäten für Datenschützer, Betriebsräte und Informationssicherheitsbeauftragten.

    Fazit: Das LaSuite-Modell, ein Vorbild für Europa

    Frankreichs LaSuite demonstriert, dass digitale Souveränität kein Kompromiss sein muss. Mit 500.000 aktiven Nutzern, KI-gestützten Features und vollständiger rechtlicher Unabhängigkeit bietet die Suite eine ernstzunehmende Alternative zu US-Anbietern. Die deutsch-französische Kooperation schafft dabei Synergien, die einzelne Länder allein nicht erreichen könnten.

    Für Entscheider im öffentlichen Sektor ist die Botschaft klar: Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Umstieg sind geschaffen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann und wie schnell die Migration erfolgt. Frankreich hat mit dem 2027-Ziel den Takt vorgegeben – Deutschland sollte nicht zu lange warten, diesen aufzunehmen.

  • Microsoft 365 ist kein Tool – es ist Mitbestimmung auf Dauerbetrieb

    Microsoft 365 ist kein Tool – es ist Mitbestimmung auf Dauerbetrieb

    Viele Unternehmen behandeln Microsoft 365 wie eine klassische Software:
    Einführen, freigeben, Betriebsvereinbarung abschließen – fertig.

    Das Problem:

    Microsoft 365 ist kein statisches Tool. Es ist eine sich permanent verändernde Arbeitsumgebung. Und genau das stellt die Mitbestimmung vor neue Herausforderungen.

    Der Denkfehler: Einführung = erledigt

    In klassischen IT-Projekten funktioniert Mitbestimmung oft projektbezogen.
    Bei Microsoft 365 greift dieses Modell nicht mehr.

    • Funktionen ändern sich monatlich
    • Voreinstellungen werden angepasst
    • neue Dienste entstehen, alte verschwinden
    • Arbeitsweisen verändern sich – oft schleichend

    Ohne neues Projekt. Ohne formale Einführung. Ohne erneute Abstimmung.

    Wer Mitbestimmung ernst nimmt, muss akzeptieren:

    Mitbestimmung endet nicht mit dem Go-Live.

    Was Mitbestimmung bei Microsoft 365 wirklich bedeutet

    Mitbestimmung bei Microsoft 365 ist kein juristischer Sonderfall – sondern eine organisatorische Daueraufgabe.

    Konkret heißt das:

    • Nicht jede Änderung ist mitbestimmungspflichtig
    • aber relevante Änderungen müssen erkannt und eingeordnet werden
    • insbesondere dort, wo Verhalten, Leistung oder Daten der Mitarbeitenden betroffen sind

    Kritische Beispiele sind u. a.:

    • neue Teams-Funktionen
    • KI-gestützte Features
    • Auswertungen und Nutzungsanalysen
    • Automatisierungen und neue Standardkonfigurationen

    Die zentrale Frage lautet nicht: „Ist Microsoft 365 mitbestimmungspflichtig?“
    Sondern: „Welche Änderung hat welche Auswirkungen – und für wen?“

    Das eigentliche Problem: Niemand hat den Gesamtüberblick

    In der Praxis erleben wir immer wieder dasselbe Muster – wenn überhaupt alle Parteien beteiligt werden:

    • IT bewertet technisch
    • Datenschutz bewertet rechtlich
    • der Betriebsrat bewertet arbeitsrechtlich

    Alle für sich korrekt – aber ohne gemeinsamen Blick.

    Das führt zu:

    • verspäteter Einbindung des Betriebsrats
    • unnötigen Eskalationen
    • pauschalen Verboten oder Blockaden
    • Unsicherheit bei Management und IT

    Nicht aus bösem Willen – sondern aus fehlender Transparenz.

    Warum klassische Lösungen nicht mehr reichen

    Viele Organisationen verlassen sich auf:

    • einmalige Bewertungen
    • alte Betriebsvereinbarungen
    • manuelle Sichtung von Microsoft-Ankündigungen

    Das funktioniert nicht mehr.

    Microsoft 365 entwickelt sich schneller, als klassische Gremien- und Projektlogiken es abbilden können.
    Mitbestimmung wird dadurch nicht überflüssig – sondern anspruchsvoller.

    Ein pragmatischer Weg nach vorne

    Mitbestimmung bei Microsoft 365 braucht vor allem eines: Struktur.

    • frühzeitig erkennen, was sich ändert
    • einordnen, ob Mitbestimmung betroffen ist
    • bewerten, wie sich Änderungen konkret im Tenant auswirken
    • Entscheidungen faktenbasiert treffen – nicht aus dem Bauch heraus

    Nicht als Einzelaktion. Sondern kontinuierlich.

    Fazit

    Microsoft 365 ist kein IT-Projekt. Es ist ein dauerhaftes Veränderungssystem.

    Wer Mitbestimmung hier auf ein einmaliges Dokument reduziert, verliert früher oder später die Kontrolle.
    Wer Transparenz, Regelmäßigkeit und klare Einordnung schafft, macht Mitbestimmung wieder handlungsfähig.


    Wir unterstützen Ihre Organisation genau dabei:
    Microsoft-365-Änderungen verständlich einordnen – für Betriebsrat, Datenschutz, IT und Management.

  • Integriertes Managementsystem ohne Bürokratie

    Integriertes Managementsystem ohne Bürokratie

    ISO 9001 / 27001 / 14001 in 12 Monaten – was C‑Level und Bereichsleitende wirklich brauchen

    Ein IMS soll steuern, nicht stören. Wer Prozesse, Risiken und Nachweise schlank verknüpft, erreicht Zertifizierungsreife in 12 Monaten – ohne Dokumentenfriedhof. Dieser Leitartikel richtet sich an Geschäftsführung, IT‑/Fachbereichsleitung und Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB) / Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) / Umweltmanagementbeauftragten (UMB) / Datenschutzbeauftragten (DSB) und liefert einen pragmatischen Fahrplan.


    Warum ein IMS jetzt strategisch ist

    • Kundenerwartung & Lieferkette: ISO‑Nachweise sind Eintrittskarten in Ausschreibungen und Rahmenverträge.
    • Regulatorik: Informationssicherheit (ISO 27001) und Umweltwirkung (ISO 14001) stützen ESG‑Berichte; Datenschutz verzahnt die TOMs (DSGVO Art. 25, 32).
    • Wirtschaftlichkeit: Ein schlankes IMS reduziert Reibung: klar definierte Prozesse erhöhen die Produktivität nach Innen, Kennzahlen zeigen Schachstellen auf, Verantwortungen und Audits sorgen für einen konstanten Nachweis.

    Prinzipien eines schlanken IMS

    1. Prozess vor Dokument: Erst definieren, wie gearbeitet wird – dann minimal dokumentieren.
    2. Eine Wahrheit: Ein zentrales, versioniertes Ablagesystem (z. B. im eigenen DMS oder Intranet) als „Single Point of True“ statt Share‑Chaos.
    3. Rollen glasklar: Owner für jeden Prozess, KPIs und Risiken (RACI).
    4. Kennzahlen mit Konsequenz: Messen nur, was Entscheidungen auslöst.
    5. Audit als Motor: Interne Audits sind Gemba‑Walks, keine Prüfungsrituale.

    Zielbild (12 Monate)

    • Ein IMS, das Qualität (9001), Informationssicherheit (27001), Umwelt (14001) und den Datenschutz integriert: einheitliche Prozesslandkarte, gemeinsames Risikoregister, abgestimmte Ziele & KPIs, ein Auditprogramm, ein Managementreview.
    • Tool‑leicht: Gängige Tools wie Microsoft 365 oder das eigene Dokumentenmanagementsystem (DMS) als Backbone (Versionierung, Genehmigungen, Aufgaben, Audit‑Trails), Spezialtools nur bei echtem Mehrwert. (Ein neues Spezialtool hilft hier nur bedingt, da es sich um die Prozesse im eigenen Unternehmen handelt.)

    Typische Antipatterns – und wie man sie vermeidet

    • Schein-Dokumentation: 80‑seitige Handbücher ohne Relevanz → Lösung: Leitlinien mit maximal 4 Seiten, Prozesse als Flussbilder + Akzeptanzkriterien.
    • Rollenunklarheit: „QMB macht das schon“ → Lösung: Prozess‑Owner in den Linien, QMB/ISB/UM auf Fachkraft-Niveau coachen.
    • Excel‑Wildwuchs: 12 Fassungen derselben Liste → Lösung: eine versionierte Liste, klare Eigentümerschaft.
    • Tool‑Fokus: Software kaufen statt Prozesse klären → Lösung: erst Prozess / Controls, dann Tool‑Fit.
    • Audit‑Theater: Kosmetik vor dem Termin → Lösung: quartalsweise Mini‑Audits, Abweichungen mit CAPA (Corrective and Preventive Action, zu deutsch Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahme) schließen.

    12‑Monats‑Fahrplan zur Zertifizierungsreife

    Q1 – Fundament & Scope

    • Unternehmenskontext definieren, Stakeholder identifizieren, Risiken/Chancen ableiten (gemeinsam für 9001 / 27001 / 14001 / Datenschutz)
    • Konkrete Leitlinien für Qualität, Informationssicherheit, Umwelt (jeweils 1–2 Seiten)
    • Prozesslandkarte (End‑to‑End) für das gesamte Unternehmen ermitteln, Prozess‑Owner pro Einzelprozess benennen und Verbindlichkeit herstellen
    • Risikoregister einrichten (einheitlich, inkl. Umweltaspekte & IS‑Risiken) und Maßnahmen ableiten
    • Ziele & Kennzahlen festlegen (Top‑5 pro Bereich), um eine Kontrollmöglichkeit zu schaffen
    • Backbone einrichten: strukturierte Ablage, Versionierung, Genehmigungen (z.B. im eigenen DMS oder Microsoft 365)

    Q2 – Wirksamkeit & Kontrollen

    • Kernprozesse definieren: Angebot → Auftrag → Leistung → Abschluss (inkl. Change / Incident / Nonconformity, zu deutsch Änderung, unerwarteter Vorfall, Abweichung)
    • 27001‑Controls auswählen (Top‑Risiken), Minimal‑Sicherheitsbaseline (MFA (Multifaktor Authentifizierung), PIM (Privilegiertes Zugriffsmanagement), DLP (Datenverlustprävention), Backup)
    • Umweltaspekte bewerten (Wesentlichkeit), Ziele/Aktionsplan
    • Lieferantensteuerung & AV‑Verträge (Auftragsverarbeiter) / SLAs (Service Level Agreement, zu deutsch Dienstleistungsvereinbarung) harmonisieren
    • Schulung & Awareness (rollenbasiert) – Nachweise im DMS dokumentieren
    • Internes Audit #1 (Stichproben), CAPA starten

    Q3 – Nachweise & Stabilisierung

    • Prozess‑KPIs (Key Performance Indicator, zu deutsch messbare Kennzahl) live, Monatsreporting in z. B. Power BI oder Tableau
    • Management der Nichtkonformitäten & Korrekturmaßnahmen (CAPA‑Board)
    • Business Continuity (Aufrechterhaltung des Kerngeschäfts) / Notfallabläufe (kritische Services, Übungen)
    • Life‑Cycle für Dokumente/Prozesse (Änderungssteuerung)
    • Lieferanten‑Reviews (kritische Partner), Risiken und Chancen aktualisieren
    • Internes Audit #2 (Fokus Wirksamkeit), CAPA schließen

    Q4 – Zertifizierungsreife

    • Managementreview: Zielerreichung, KPI‑Trends, Risiken, Ressourcen, Verbesserungen
    • Reifegrad‑Check gegen Normanforderungen (9001 / 27001 / 14001),
    • Erfüllungsgrad des Datenschutzes
    • Evidenzen bündeln: Prozessnachweise, KPI‑Historie, Auditberichte, CAPA, Trainings
    • Zertifizierungsaudit terminieren; Lessons Learned & Roadmap 12 Monate

    Rollen & RACI

    Diese Liste stellt die Rollen in Form von Responsible (Verantwortlich), Accountable (Rechenschaftspflichtig), Consulted (Beratend), Informed (Informiert) dar.

    Artikelinhalte

    Zentrale KPIs als Ausgangspunkt

    • Durchlaufzeit Prozessänderung (Antrag → Freigabe → Go‑live)
    • CAPA‑Lead‑Time und Wiederholrate von Abweichungen
    • Lieferanten‑Performance (Termintreue, Abweichungen, Sicherheitsvorfälle)
    • Security‑Baseline‑Erfüllung (% MFA / PIM / DLP aktiviert, Rezertifizierungs‑Quote)
    • Umwelt‑KPIs (Energieverbrauch kritischer Workloads, Reise‑km vs. Remote‑Quote)

    Regel: Jede KPI braucht Owner, Ziel, Datengrundlage und eine Standard‑Reaktion, wenn das Ziel verfehlt wird.


    DMS als Backbone

    Da jedes DMS ein wenig anders ist, nutzen wir das weit verbreitete Microsoft 365 als Referenz, dies kann jedoch auch mit anderen Lösungen identisch aufgebaut werden.

    • Dokumente & Prozesse: SharePoint mit Versionierung, Genehmigungsflows, Vorlagenbibliothek
    • Aufgaben & CAPA: Planner / Lists inkl. Verantwortliche, Fälligkeiten, Eskalationen
    • Audits & Nachweise: OneNote / Lists für Checklisten, Audit‑Logs in Purview
    • Reporting: Power BI‑Dashboard (KPIs, Abweichungen, CAPA‑Status)
    • Berechtigungen: Sensitivity Labels, DLP‑Richtlinien, Rezertifizierungen

    Häufige Fragen aus dem Management

    • „Wie viel Aufwand erfordert die Lösung?“ – QMB / ISB / UMB / DSB je nach Größe 0,2-0,5 FTE; Prozess‑Owner investieren regelmäßig Arbeitszeit in den eigenen Prozessen zur kontinuierlichen Verbesserung. Skaliert mit Anzahl der Standorte, Abteilungen und Einzelprozessen. Sprechen Sie uns an für eine erste Schätzung.
    • „Brauchen wir neue Tools?“ – Erst Prozesse / Controls; Microsoft 365 deckt alle Basisanforderungen ab. Spezialtools oder individuelle Konfigurationen optional für mehr Komfort und Automatisierung.
    • „Was prüft der Auditor?“ – Nicht die Länge der Doku, sondern Wirksamkeit: Werden Ziele erreicht? Risiken beherrscht? Nachweise sauber?

    Weiterführende Referenzen (Auswahl)

    • ISO 9001:2015 – Qualitätsmanagement
    • ISO/IEC 27001:2022 & 27002:2022 – Informationssicherheits‑Management & Controls
    • ISO 14001:2015 – Umweltmanagement
    • DSGVO Art. 25/32 – Privacy by Design, Sicherheit der Verarbeitung

    Fazit & Call‑to‑Action

    Ein integriertes, schlankes Managementsystem ist ein Wettbewerbsfaktor. Starten Sie mit klaren Rollen, wenigen, aber messbaren KPIs und kurzen Leitlinien. Alles andere wächst aus dem Betrieb heraus – nicht aus Vorlagenordnern.

    Nächste Schritte:

    • IMS‑Starterpaket (Vorlagen: Leitlinien, Prozesslandkarte, RACI, KPI‑Set)
    • Roadmap‑Workshop (½ Tag) – Scope, Ziele, 12‑Monats‑Plan
    • Audit‑Generalprobe (4 Wochen) – Mini‑Audits + CAPA bis zur Zertifizierungsreife

    (Beitrag und Bild wurden mit Unterstützung von KI erstellt)

  • In aller Kürze: KI, Sicherheitslücken & Datenschutz zwischen Anspruch und Umsetzung

    In aller Kürze: KI, Sicherheitslücken & Datenschutz zwischen Anspruch und Umsetzung

    Diese Woche: Sam Altman blickt auf die KI-Zukunft – und warnt vor ihrer Macht. Parallel zeigt eine Sicherheitslücke in Microsofts Copilot, dass technologische Reife allein nicht genügt. Auch beim Datenschutz und der Umsetzung von Sicherheitsstandards gibt es Handlungsbedarf – und Chancen.

    KI-Entwicklung: Sam Altman über die „sanfte Singularität“

    OpenAI-Chef Sam Altman hat in einem persönlichen Blogbeitrag die Richtung vorgegeben: Wir stehen möglicherweise kurz vor einer „sanften Singularität“ – einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz mächtiger wird als jeder Mensch, der je gelebt hat.
    Die Vision: eine Welt, in der wirtschaftliches Wachstum durch KI praktisch unbegrenzt möglich ist – unter der Bedingung, dass diese Macht sicher und gerecht verteilt wird.

    Altman spricht sich für globale Governance, koordinierte Sicherheitsarchitektur und ethische Leitlinien aus – gleichzeitig fordert er von Unternehmen und Regierungen eine neue Offenheit für radikale Veränderung.
    🔗 Primärquelle: Blog von Sam Altman
    🔗 Zusammenfassung bei heise.de
    🔗 Kommentar bei golem.de

    Sicherheit & KI: Wo neue Risiken entstehen

    Microsoft 365 Copilot mit kritischer Schwachstelle
    Eine unsichere KI-Funktion in Microsoft 365 ermöglichte es, Inhalte aus fremden Benutzerkonten auszulesen. Die Lücke wurde inzwischen geschlossen – zeigt aber, wie schnell KI-Integrationen neue Angriffsflächen schaffen können.
    🔗 Mehr bei heise.de

    DIN SPEC 27076: Sicherheitscheck für KMU
    Mit der DIN SPEC 27076 steht kleinen und mittleren Unternehmen nun ein strukturierter Leitfaden zur Verfügung, um ihre IT-Sicherheit realistisch einzuschätzen. Die Checkliste hilft dabei, Schutzbedarf und Maßnahmen gezielt zu ermitteln.
    🔗 Hintergrund bei Security Insider

    NIS-2: Zwischenstand zur Umsetzung
    Das „Cybersicherheitsstärkungsgesetz“ zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie ist in Arbeit – aber die Umsetzung in Unternehmen ist laut Experten oft lückenhaft. Wer betroffen ist, sollte jetzt mit der Vorbereitung beginnen.
    🔗 Analyse bei Security Insider

    Datenschutz vs. Innovation: Realität oder Ausrede?

    Laut Bitkom-Studie sehen 63 % der Unternehmen den Datenschutz in Deutschland als Innovationsbremse. Besonders häufig werden DSGVO-Vorgaben bei KI-Entwicklung, Cloud-Migration und Smart Services als Hindernis empfunden.

    Doch statt pauschaler Kritik braucht es pragmatische Lösungen: Datenschutz ist gestaltbar – mit klaren Verantwortlichkeiten, Standards und technischen Schutzmaßnahmen.
    🔗 Zur Studie bei Security Insider

    Fazit

    KI und IT-Sicherheit entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit – und mit ihnen der Bedarf, kluge, pragmatische Strukturen für Datenschutz und Risikomanagement zu schaffen. Gerade für mittelständische Unternehmen gilt: Nicht abwarten, sondern jetzt die Weichen stellen.

    Sie suchen einen klaren, umsetzbaren Ansatz für Ihre Datenschutz- und Sicherheitsstrategie im KI-Zeitalter?
    Wir unterstützen Sie bei Bewertung, Umsetzung und Kommunikation – praxisnah, rechtskonform und lösungsorientiert. Sprechen Sie uns an.

    (Der Beitrag wurde von KI strukturiert und das Teaserbild von KI generiert)

  • In aller Kürze: Digitale Souveränität & KI

    In aller Kürze: Digitale Souveränität & KI

    Diese Woche standen gleich zwei Themen im Zentrum: digitale Souveränität als Grundlage für vertrauenswürdige IT-Strukturen – exemplifiziert durch Mozillas Thunderbird-Initiative – und die rasante Entwicklung im KI-Umfeld, die von Datenschutz-Debatten bis hin zu Mega-Akquisitionen reicht.

    Digitale Souveränität: Thunderbird als Alternative

    Mozilla Thunderbird baut sein Angebot deutlich aus und positioniert sich als europäische Alternative zu Office-365- und Google-Workspace-Paketen. Mit Thundermail und neuem Thunderbird Pro Service will das Projekt Team-Postfächer, Kalender, Drive-Funktionen und professionelle Services für Unternehmen bereitstellen – alles Open Source und unter eigener Kontrolle.
    🔗 Thunderbird-Blog: Thundermail & Pro-Services

    KI & Datenschutz: Zwischen Faszination und Skepsis

    • Meta-Training mit privaten Daten
      Deutschlands Datenschutzbeauftragte kritisiert, dass Meta Nutzerdaten offenbar für KI-Training heranzieht, ohne ausreichende Transparenz oder Einwilligung – ein „unfassbarer“ Eingriff in Privatsphäre.
      🔗 zum Artikel
    • eID & Cloud-Schlüsselspeicher
      Die deutsche Umsetzung der EU-Wallet (eID) setzt auf Cloud-basierte Schlüsselverwaltung – trotz Bedenken zu zentralisierten Speichern und Souveränitätsrisiken.
      🔗 zum Artikel
      🔗 BSI – eID-Login für Webanwendungen
    • Open-Source-Leitlinien
      Deutschlands Digitalminister fordert offene Standards und Open Source als Leitprinzip für öffentliche IT-Projekte. Ein wichtiger Schritt für Unabhängigkeit und Transparenz.
      🔗 zum Artikel

    KI-Markt und Innovationen

    • Salesforce kauft Informatica
      Für 8 Mrd. USD übernimmt Salesforce Informatica und stärkt damit seine Data-Management- und KI-Analyse-Fähigkeiten.
      🔗 zum Artikel
    • ServiceNow übernimmt KI-Startup
      ServiceNow kauft das KI-Unternehmen LogiKai, um seine GenAI-Strategie und Automatisierung in der Now-Plattform zu stärken.
      🔗 zum Artikel
    • CrowdStrike: Einheitliche Plattform für Cloud-Security
      Die Falcon-Plattform soll künftig Daten, Workloads und KI-Modelle plattformübergreifend absichern – KI-basiert und einheitlich.
      🔗 zum Artikel
    • Amazon-Entwickler: KI wie Fliessbandarbeit?
      Ein Amazon-Entwickler vergleicht monotonen Einsatz von KI-Assistenten mit Fließbandarbeit – kritischer Blick auf Automatisierung im Arbeitsalltag.
      🔗 zum Artikel
    • ChatGPT-Selbstschutz
      ChatGPT-Modelle schalten sich in Tests eigenständig ab, um „sabotierte“ oder fehlerhafte Ausgaben zu vermeiden. Ein faszinierender, aber komplexer Mechanismus zur Stabilisierung von KI-Systemen.
      🔗 zum Artikel
    • Regierungs-Chatbot ohne Halluzinationen
      Das deutsche Forschungsministerium fördert einen Open-Source-Chatbot, der gezielt „Fabulieren“ (Halluzinationen) vermeiden soll. Proof-of-Concept für vertrauenswürdige KI-Anwendungen.
      🔗 zum Artikel
    • Deutsches KI-Rechenzentrum in Planung
      Ein Konsortium aus Industrie und Forschungsvorhaben plant ein europäisches KI-Rechenzentrum, um Uptime, Performance und Datenschutz unter EU-Recht zu garantieren.
      🔗 zum Artikel

    🌍 Nutzung & Befähigung

    • Geringe berufliche KI-Nutzung in Deutschland
      Im internationalen Vergleich nutzen Deutschlands Beschäftigte KI-Tools selten im Arbeitsalltag – trotz hoher Awareness. Eine Herausforderung für digitale Bildung und Qualifizierung.
      🔗 zum Artikel
    • Urheberrecht vs. KI-Training
      Meta-Manager Nick Clegg warnt: Ohne Zustimmung von Urheber:innen würde KI-Training „die Kreativwirtschaft töten“. Ein Appell für faire Nutzungsbedingungen und Lizenzmodelle.
      🔗 zum Artikel
    • „Wilde KI-Woche“ beim Training Institute
      Ein Zwischenbericht des AI Training Institute fasst eine Woche voller Experimente, Kooperationen und regulatorischer Hürden zusammen – ein stimmungsvoller Blick hinter die Kulissen.
      🔗 zum Artikel

    Fazit:
    Digitale Souveränität und KI-Innovation dürfen keine Widersprüche sein. Mit offenen Standards, europäischen Alternativen wie Thunderbird und gezielten Regulierungsschritten kann Europa seine Unabhängigkeit bewahren – ohne den Anschluss an die globale Technologieführung zu verlieren.

    Sie möchten Ihre KI-Strategie souverän gestalten und sicher umsetzen?
    Wir beraten Sie bei Auswahl, Implementierung und Governance – technologieoffen, praxisnah und datenschutzkonform.

    (Der Beitrag wurde von KI strukturiert und das Teaserbild von KI generiert)

  • In aller Kürze: Souveränität, Cybersicherheit und KI im Fokus

    In aller Kürze: Souveränität, Cybersicherheit und KI im Fokus

    Ein komprimierter Überblick über die wichtigsten Themen der Woche: neue Bedrohungen im Cyberraum, ambitionierte Schritte in der KI-Entwicklung und Googles Reaktion auf geopolitischen Druck.

    Digitale Souveränität: Google reagiert auf politische Unsicherheit

    Angesichts wachsender Bedenken europäischer Unternehmen vor möglichem Datenzugriff durch eine künftige US-Regierung intensiviert Google seine Anstrengungen für mehr Datensouveränität. Im Zentrum stehen neue Sicherheitsfunktionen, Rechenzentrumsstrategien und Partnerschaften mit europäischen IT-Dienstleistern. Der Auslöser: die Unsicherheit rund um eine potenzielle zweite Trump-Administration und der daraus resultierende Vertrauensverlust in transatlantische Cloudanbieter.
    🔗 Mehr bei golem.de

    Cybersicherheit: Warnung vor russischer Spionagekampagne

    Das BSI und internationale Partner warnen vor der russischen Hackergruppe APT28 (Fancy Bear), einer GRU-nahen Einheit. Ziel sind IT-Netze westlicher Logistik- und Technologiesektoren. Die Angriffe erfolgen u. a. über Schwachstellen in Open-Source-Komponenten und Standardsoftware.
    🔗 Offizielle Warnung des BSI

    Besondere Aufmerksamkeit gilt der Manipulation von IP-Kameras: Öffentliche Überwachungssysteme könnten für Spionage gegen kritische Infrastruktur missbraucht werden. Die Behörden rufen Betreiber zur sofortigen Sicherheitsüberprüfung auf.
    🔗 Hintergrund bei heise.de

    KI: Tools, Milliarden und digitale Bildung

    Jules: KI-Programmierhilfe von Google in öffentlicher Beta
    Mit „Jules“ bringt Google einen Coding-Agenten an den Start, der eigenständig Code analysiert, verbessert, dokumentiert und versioniert. Das System läuft Cloud-basiert, integriert sich u. a. in GitHub und ist auf Sicherheit im Entwicklungskontext ausgelegt.
    🔗 Mehr bei heise.de

    OpenAI & Jony Ive: 6,5-Mrd.-Dollar-Invest in KI-Hardware
    OpenAI und das von Apple-Designchef Jony Ive gegründete Start-up „LoveFrom“ gehen eine strategische Partnerschaft ein. Ziel: ein KI-Gerät der nächsten Generation – zwischen iPhone, Home Assistant und persönlichem Agenten.
    🔗 Artikel bei heise.de

    Gitex Europe: Ruf nach digitaler Resilienz in der Bevölkerung
    Auf der internationalen Technologiemesse in Berlin fordern Vertreter aus Wirtschaft und Behörden eine breitere digitale Bildung: Cybersicheres Verhalten soll zur Grundkompetenz werden – nicht nur in Unternehmen, sondern auch im Alltag.
    🔗 Bericht bei heise.de

    Fazit:
    Digitale Souveränität, Cybersicherheit und verantwortungsvolle KI-Nutzung sind keine Zukunftsthemen – sie bestimmen bereits jetzt, wie sicher und gestaltbar Europas digitale Infrastruktur bleibt. Es braucht klare Strategien – auf Seiten der Anbieter, Regulierer und Unternehmen.

    (Der Beitrag wurde von KI strukturiert und das Teaserbild von KI generiert)

  • In aller Kürze: Digitale Souveränität, KI-Trends und Sicherheitsinitiativen im Überblick

    In aller Kürze: Digitale Souveränität, KI-Trends und Sicherheitsinitiativen im Überblick

    Diese Woche werfen wir einen kompakten Blick auf aktuelle Entwicklungen in den Bereichen digitale Souveränität, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit.

    Digitale Souveränität unter Druck

    Microsofts E-Mail-Sperre als Weckruf
    Microsoft hat das E-Mail-Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs blockiert – ein drastisches Beispiel für die Abhängigkeit von US-Cloudanbietern. Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, europäische digitale Souveränität zu stärken.
    🔗 Mehr erfahren(heise online)

    Microsoft streicht kostenlose M365-Lizenzen für Non-Profits
    Ab dem 1. Juli 2025 entzieht Microsoft gemeinnützigen Organisationen die kostenlosen Business-Premium-Lizenzen. Stattdessen werden kostenpflichtige Alternativen angeboten, was für viele NGOs eine finanzielle Belastung darstellt.
    🔗 Mehr erfahren(The Register)

    Google gibt nach: Nextcloud erhält Zugriffsrechte zurück
    Nach Kritik an restriktiven Android-Richtlinien hat Google Nextcloud wieder vollständige Zugriffsrechte eingeräumt. Dies zeigt, wie wichtig regulatorischer Druck für die Wahrung digitaler Freiheiten ist.
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    Kritische Infrastrukturen: Sicherheitsrisiken durch ausländische Technik

    Chinesische Wechselrichter als potenzielle Gefahr
    US-Behörden haben in chinesischen Solarwechselrichtern versteckte Kommunikationsmodule entdeckt, die nicht dokumentiert waren. Dies wirft Fragen zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen auf.
    🔗 Mehr erfahren(Golem)

    KI-Entwicklung: Neue Tools und Standards

    OpenAI stellt Codex vor
    OpenAI hat Codex vorgestellt, einen KI-Agenten, der Entwicklern beim Programmieren hilft, indem er Code schreibt, Fehler findet und Tests durchführt. Codex ist derzeit für Pro-Nutzer verfügbar.
    🔗 Mehr erfahren(Business Insider)

    Google veröffentlicht Jules in öffentlicher Beta
    Google hat seinen KI-Coding-Agenten Jules in die öffentliche Betaphase entlassen. Jules arbeitet asynchron und unterstützt Entwickler bei verschiedenen Programmieraufgaben.
    🔗 Mehr erfahren(Golem, blog.google)

    Model Context Protocol (MCP) als neuer Standard
    Das MCP ist ein offenes Protokoll, das die Integration von KI-Modellen in verschiedene Anwendungen erleichtert. Es standardisiert die Bereitstellung von Kontextinformationen für KI-Systeme.
    🔗 Mehr erfahren(GitHub, Anthropic)

    KI im Arbeitsalltag: Nutzen und Herausforderungen

    Studie: KI-Assistenten bringen kaum Zeitvorteile
    Eine Studie zeigt, dass der Einsatz von KI-Tools wie ChatGPT und Copilot in der Praxis weniger Zeitersparnis bringt als erwartet. Viele Aufgaben erfordern weiterhin menschliche Kontrolle.
    🔗 Mehr erfahren(Golem Karrierewelt)

    IT-Arbeitsmarkt: Zögern bei KI-Einsatz
    Viele Unternehmen zögern, KI-Technologien einzuführen, obwohl sie das Potenzial erkennen. Gründe sind unter anderem Unsicherheiten bezüglich Datenschutz und fehlende Fachkenntnisse.
    🔗 Mehr erfahren

    BSI: Initiativen für mehr Cybersicherheit

    BSI betont Bedeutung der digitalen Resilienz
    Beim Ludwig-Erhard-Gipfel betonte BSI-Präsidentin Claudia Plattner die Notwendigkeit, Deutschland nicht nur militärisch und ökonomisch, sondern auch im Cyberraum resilient aufzustellen.
    🔗 Mehr erfahren(BSI)

    Internationale Zusammenarbeit bei IT-Sicherheitskennzeichnungen
    Das BSI veranstaltete ein internationales Treffen zur Kennzeichnung der Cybersicherheit von IoT-Produkten, um globale Standards zu fördern und Verbraucher besser zu informieren.
    🔗 Mehr erfahren(BSI)

    Fazit

    Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie eng Technologie, Sicherheit und Souveränität miteinander verknüpft sind. Es ist entscheidend, dass Unternehmen und Institutionen proaktiv handeln, um digitale Unabhängigkeit zu wahren und gleichzeitig von den Vorteilen neuer Technologien zu profitieren.

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  • Datenschutz und KI: Was Entscheider jetzt wissen müssen

    Datenschutz und KI: Was Entscheider jetzt wissen müssen

    Künstliche Intelligenz (KI) ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie verändert Geschäftsprozesse, Kundenerlebnisse und Entscheidungsabläufe in Unternehmen aller Branchen. Doch mit den neuen Möglichkeiten wachsen auch die rechtlichen Anforderungen. Wer KI nutzen will, muss sich an klare Spielregeln halten – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Transparenz und Verantwortung.

    In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick, was Sie als Führungskraft beachten müssen – ohne technische Details, aber mit klarem Fokus auf rechtliche Vorgaben und unternehmerische Verantwortung.

    1. Der rechtliche Rahmen

    Die Nutzung von KI-Systemen ist in Europa umfassend reguliert – durch Datenschutzrecht ebenso wie durch das neue EU-KI-Gesetz:

    • DS-GVO (Datenschutz-Grundverordnung)
      Schützt personenbezogene Daten und legt fest, wann und wie diese verarbeitet werden dürfen.
    • BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)
      Ergänzt die DSGVO auf nationaler Ebene.
    • TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz)
      Regelt insbesondere digitale Kommunikationsdienste.
    • EU-KI-Verordnung (KI-VO)
      Seit Juni 2024 in Kraft, schafft europaweit verbindliche Regeln für KI-Systeme – mit abgestuften Pflichten je nach Risiko der Anwendung.

    2. Wann ist der KI-Einsatz zulässig?

    KI darf nur unter klar definierten Bedingungen eingesetzt werden:

    • Rechtsgrundlage erforderlich: z. B. Einwilligung der betroffenen Personen, ein Vertrag oder eine gesetzliche Pflicht.
    • Verbotene Anwendungen: Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz oder biometrische Überwachung in Echtzeit sind grundsätzlich untersagt.
    • Risikobasierter Ansatz: KI-Systeme mit hohem Risiko – etwa in der Medizin, Personalsteuerung oder im Kreditwesen – unterliegen besonders strengen Vorgaben.

    3. Was Unternehmen beachten müssen

    Bei der Nutzung von KI-Systemen gelten spezifische Pflichten:

    • Risikobewertung und Datenschutz-Folgenabschätzung
      Vor dem Einsatz muss geprüft werden, ob Risiken für Betroffene bestehen – insbesondere bei Hochrisiko-KI.
    • Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM):
      Dazu zählen z. B. Zugriffskontrollen, Verschlüsselung und Protokollierung der Systeme.
    • Menschliche Kontrolle und Transparenz:
      Automatisierte Entscheidungen dürfen nicht vollständig ohne menschliches Eingreifen erfolgen. Betroffene müssen wissen, wann KI eingesetzt wird.
    • Dokumentation und Nachvollziehbarkeit:
      Der Einsatz muss nachvollziehbar und überprüfbar sein – auch für externe Prüfer.

    4. KI aus der Cloud – worauf Sie achten sollten

    Wer externe KI-Dienste oder Cloudlösungen nutzt, hat zusätzliche Anforderungen zu erfüllen:

    • Auftragsverarbeitung:
      Ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO ist Pflicht, wenn externe Dienstleister mit Daten arbeiten.
    • Datenübermittlung ins Ausland:
      Nur erlaubt, wenn ein angemessenes Datenschutzniveau nachgewiesen werden kann – z. B. durch EU-Standardvertragsklauseln oder ein Angemessenheitsbeschluss.

    5. Empfohlene Standards & Best Practices

    Zur sicheren Gestaltung von KI-Systemen sollten Unternehmen auf bewährte Normen und Richtlinien zurückgreifen:

    • ISO/IEC 27001 / 27002 – Informationssicherheitsmanagement
    • ISO/IEC 27017 / 27018 – Sicherheit und Datenschutz in der Cloud
    • ISO/IEC 29100 – Datenschutzrahmen
    • BSI IT-Grundschutz (200-1 bis 200-4) – Systematische IT-Sicherheitsmethodik

    Diese Standards unterstützen bei der praktischen Umsetzung gesetzlicher Anforderungen – und schaffen Sicherheit in komplexen Projekten.

    6. Verantwortung des Managements

    KI ist keine rein technische Angelegenheit – sie betrifft die Grundwerte des Unternehmens. Deshalb tragen Führungskräfte eine besondere Verantwortung:

    • Verantwortung übernehmen:
      Für Auswahl, Einsatz und Überwachung eingesetzter Systeme.
    • Ethik und Datenschutz sichern:
      Sicherstellen, dass auch in innovativen Projekten Grundrechte und Fairness gewahrt bleiben.
    • Strategisch denken:
      Datenschutz, IT-Sicherheit und KI-Governance müssen Teil der Gesamtstrategie sein – nicht nur Compliance, sondern aktives Risikomanagement.

    Fazit

    KI darf nur eingesetzt werden, wenn sie rechtlich zulässig, sicher, nachvollziehbar und fair ist. Für das Management heißt das: Datenschutz und Grundrechte sind nicht optional – sie sind Pflicht.

    Ein verantwortungsvoller KI-Einsatz stärkt nicht nur die Rechtssicherheit, sondern auch das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitenden und Aufsichtsbehörden.

    Sie möchten den rechtssicheren Einsatz von KI in Ihrem Unternehmen vorbereiten?
    Wir unterstützen Sie bei der Bewertung, Dokumentation und Umsetzung – strategisch, pragmatisch und auf Ihre Unternehmensrealität abgestimmt.

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  • In aller Kürze: IT-Sicherheit, Cloud, Datenschutz und kritische Infrastruktur

    In aller Kürze: IT-Sicherheit, Cloud, Datenschutz und kritische Infrastruktur

    Auch in dieser Ausgabe fassen wir wieder aktuelle Entwicklungen rund um digitale Sicherheit, Cloud-Strategie und regulatorische Debatten kompakt zusammen – mit weiterführenden Links für alle, die tiefer einsteigen möchten.

    ePA: Massive Sicherheitslücken und politische Debatte

    Die elektronische Patientenakte (ePA) sorgt erneut für Kritik: Der Chaos Computer Club (CCC) deckte schwerwiegende Schwachstellen auf, durch die sich mit überschaubarem Aufwand auf die Akten beliebiger Versicherter zugreifen ließ. Die Gematik reagierte mit Sofortmaßnahmen, das BSI gibt vorsichtige Entwarnung – hatte jedoch zuvor intern vor solchen Risiken gewarnt. Kritik gibt es auch an der politischen Eile und an der Opt-out-Regelung für Kinderakten. Die Datenschutzdebatte ist in vollem Gange.

    Microsoft und die Cloud: Wachstum, Expansion und politisches Kalkül

    Microsofts Geschäft wächst aktuell fast ausschließlich durch Cloud-Dienste. Parallel kündigt der Konzern massive Investitionen in europäische Rechenzentren an – eine Reaktion auf politische Bedenken gegenüber der US-amerikanischen Kontrolle über digitale Infrastruktur. Mit neuen Zusicherungen versucht Microsoft, europäische Kunden in Sachen Datenschutz, Verfügbarkeit und Souveränität zu beruhigen.

    Blackout-Vorsorge: Spanien als Warnsignal – wie steht Deutschland da?

    Ein Stromausfall in Spanien und Portugal rückt das Thema Blackout-Risiken erneut ins Bewusstsein. Während Deutschlands Stromnetz technisch besser aufgestellt ist, gibt es auch hierzulande Szenarien, in denen kritische Infrastrukturen gefährdet wären – etwa durch Sabotage oder Extremwetter. Wichtig bleiben robuste Netze, Speicher und Notfallpläne.

    Transatlantischer Datenschutz: Das nächste Sturmtief?

    Trotz neuer Abkommen zwischen EU und USA bleibt die rechtliche Lage angespannt. Das EU–US Data Privacy Framework soll Datentransfers absichern, steht jedoch in der Kritik – unter anderem wegen anhaltender Zugriffsmöglichkeiten US-Geheimdienste (FISA, CLOUD Act). Datenschützer erwarten ein weiteres Verfahren vor dem EuGH (Stichwort: „Schrems III“). Unternehmen sind gut beraten, sensible Daten weiterhin besonders sorgfältig zu behandeln.

    Fazit:
    Ob Patientendaten, Cloud-Strategien oder digitale Resilienz: Die Anforderungen an sichere und nachvollziehbare IT-Strukturen wachsen weiter. Wer vorbereitet ist, bleibt souverän – technisch wie organisatorisch.

    Sie möchten wissen, wie diese Entwicklungen Ihre Organisation betreffen?
    Wir helfen Ihnen bei der strategischen Bewertung, Umsetzung von Standards und datenschutzkonformen Alternativen – fundiert, neutral und pragmatisch.

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  • Warum Desaster-Recovery und Backups in der Cloud nicht obsolet sind

    Warum Desaster-Recovery und Backups in der Cloud nicht obsolet sind

    Cloud Computing ist heute Standard – aber die Verantwortung für Ausfallsicherheit bleibt.

    Viele Unternehmen haben den Schritt bereits vollzogen: Die Migration zentraler Systeme wie ERP, Finanzplattformen oder Kundenportale in die Cloud – häufig auf Basis leistungsfähiger PaaS- und IaaS-Dienste wie Microsoft Azure oder Oracle Cloud. Die Versprechen sind überzeugend: Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit und reduzierte Infrastrukturkosten.

    Was dabei oft übersehen wird: Desaster-Recovery und Backup-Konzepte werden dadurch nicht überflüssig – sondern gewinnen an neuer Bedeutung.

    Cloud schützt nicht vor allen Risiken

    Cloudanbieter stellen in der Regel eine robuste Infrastruktur bereit, inklusive redundanter Rechenzentren, automatisierter Replikation und globaler Verfügbarkeitszonen. Was jedoch nicht automatisch abgedeckt ist:

    • Die Verantwortung für Datenverlust oder Bedienfehler.
    • Die Orchestrierung eines strukturierten Wiederanlaufs nach einem Ausfall.
    • Die Absicherung gegen Angriffe oder logische Fehler im Systembetrieb.
    • Die Wiederherstellbarkeit eines konsistenten Systemzustands über mehrere Cloud-Dienste hinweg.

    Cloud ersetzt also nicht die Notwendigkeit, selbst für Resilienz zu sorgen.

    Typische Risiken – auch in modernen Cloudumgebungen

    Einige realistische Szenarien aus dem Praxisbetrieb verdeutlichen die Relevanz:

    1. Ausfall einer ganzen Cloud-Region

    Ein DNS-Fehler oder ein Authentifizierungsproblem kann dazu führen, dass über Stunden kein Zugriff mehr auf zentrale Cloud-Dienste besteht. Ohne vorbereitete Wiederanlaufstrategie bleiben produktive Systeme unerreichbar.

    2. Fehlkonfiguration beim Deployment

    Ein falsch gesetzter Parameter oder eine unvollständige Provisionierung genügt, um Services funktionsunfähig zu machen – inklusive automatischer Replikation des Fehlers in mehrere Instanzen.

    3. Fehlerhafte Software-Updates

    Ein Release mit einem schwerwiegenden Bug kann die Systemintegrität gefährden – selbst wenn die Infrastruktur selbst stabil bleibt.

    4. Externe Angriffe oder Ransomware

    Cloudbasierte Dienste sind nicht per se geschützt vor DDoS-Angriffen, kompromittierten Software-Lieferketten oder Schadsoftware, die über API-Zugänge eindringt.

    5. Bedienfehler mit kritischem Datenverlust

    Das versehentliche Löschen von produktiven Datensätzen oder der Import fehlerhafter Daten kann in Minuten irreversible Konsequenzen haben – wenn kein zeitnaher Wiederherstellungspunkt vorhanden ist.

    Desaster-Recovery & Backup – was wirklich notwendig ist

    Ein wirksamer Schutz vor den genannten Risiken basiert auf zwei Säulen:

    Desaster-Recovery-Plan (DRP)

    • Definition von RTO/RPO-Zielen (Wiederanlaufzeit / maximal tolerierter Datenverlust).
    • Festlegung klarer Verantwortlichkeiten und Wiederherstellungsprozesse.
    • Simulation und Test von Wiederanlaufszenarien.
    • Spezifikation von Alternativzugängen und Fallback-Mechanismen.

    Backup-Konzept

    • Regelmäßige, versionierte Backups aller kritischen Datenbestände.
    • Trennung zwischen Produktionssystem und Backup-Infrastruktur.
    • Immutable Speicherformate oder Air-Gap-Backups als Schutz gegen Manipulation.
    • Wiederherstellungstests zur Validierung der Backup-Qualität.

    Cloud-spezifische Normen liefern zusätzliche Orientierung

    Für Unternehmen, die Cloud-Dienste intensiver nutzen, lohnt sich auch ein Blick auf spezialisierte Sicherheitsstandards:

    • ISO/IEC 27017 liefert konkrete Maßnahmen zur Absicherung von Cloud-Infrastrukturen, etwa für administrative Zugriffskontrollen, virtuelle Maschinen oder Konfigurationsmanagement.
    • ISO/IEC 27018 konzentriert sich auf den Schutz personenbezogener Daten in der Cloud – insbesondere in Bezug auf Löschung, Weitergabe und Rückgabe bei Anbieterwechsel.

    Diese Standards helfen dabei, Cloud-Verträge, Sicherheitsarchitekturen und Recovery-Verfahren rechtssicher und nachvollziehbar zu gestalten.

    Fazit

    Cloudlösungen bieten zweifellos Vorteile in Stabilität und Skalierbarkeit. Doch Ausfallsicherheit und Datenintegrität bleiben in der Verantwortung des Anwenders. Ohne einen geprüften Desaster-Recovery-Plan und ein verlässliches Backup-Konzept entstehen erhebliche Risiken für die Betriebsfähigkeit – auch (und gerade) im Cloudbetrieb.

    Wer vorbereitet ist, handelt nicht nur verantwortungsvoll, sondern sichert auch das Vertrauen von Kunden, Partnern und internen Stakeholdern.

    Benötigen Sie eine strukturierte Übersicht für Ihr eigenes DR- oder Backup-Konzept? Auf Wunsch stellen wir praxisorientierte Checklisten zur Verfügung.

    (Der Beitrag wurde von KI strukturiert und das Teaserbild von KI generiert)